Hände weg von Sonderangeboten - Präparate gegen Haarausfall aus dem Internet können gefälscht sein![]() "Arzneimittel im Sonderangebot" - Versprechungen wie diese verleiten viele Patienten, Medikamente per Mausklick zu bestellen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Bestellung rund um die Uhr, keine lästigen Wege zum Arzt oder in die Apotheke und billiger sollen die Medikamente auch noch sein. Doch Vorsicht: Neben seriösen Apotheken bieten auch skrupellose Geschäftemacher ihre Ware im Internet an. Selbst Experten fällt es schwer, Betrüger zu erkennen. So ist die Gefahr groß, illegale oder falsch dosierte Präparate zu erhalten - mit eventuell unabsehbarem Schaden für die Gesundheit. Zur Prüfung der Arzneimittelqualität im Internet führte das Zentrallabor Deutscher Apotheker am Beispiel eines Präparats mit nachgewiesener Wirkung bei erblich bedingtem Haarausfall beim Mann Testkäufe im Internet und anschließende Laboranalysen durch. Von den 14 überprüften Produkten konnten sechs als Fälschungen identifiziert werden, vier enthielten überhaupt keinen Wirkstoff. Zwei hatten einen deutlich verringerten Wirkstoffgehalt und enthielten einen weiteren nicht identifizierbaren Bestandteil. Deutsche Beipackzettel fehlten oder waren lückenhaft. Auch hinsichtlich des angeblich günstigeren Internetpreises werden Besteller oftmals enttäuscht. Während sich nur wenige Produkte mit ihren Preisen in der Nähe des Apothekenabgabepreises bewegten, verlangten "schwarze Schafe" dafür mitunter fast das Doppelte - zuzüglich Versandkosten. Fazit: Wer unkontrollierte Internetpräparate bestellt, setzt unter Umständen aufgrund ihrer zweifelhaften Qualität seine Gesundheit aufs Spiel. Zudem setzt er sich dem skrupellosen Vorgehen unseriöser Internetanbieter aus und kann viel Geld verlieren. |